» 7 Rückfahrt und Fahrtag Südslowakei

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Prolog: Die Fahrt durch Rumänien geriet zur Peinlichkeit weil wir uns bei der Umfahrung einer Ortschaft in einem Autobahnbau verfransten. Als wir dann endlich in Ungarn waren wollten wir den lang geschmähten Angelsport nachholen aber fanden nicht ausreichend Wasser. Dafür aber eine unkomplizierte Stelle hinter einem Deich. Dort gab es ein Feuerchen und abends Straits aus dem Autoradio. Nächsten Morgen sprang das Auto nicht an und wir erbaten Starthilfe von einem dreieinser Wartburg und nach der Schreckstunde ging es dann los. Die Stimmung war nicht so gut im Auto, wir wurden uns nicht so richtig klar ob wir bei dem Wetter noch eine Nacht draussen wagen sollten um am nächsten Tag zu fahren oder einfach durchfahren sollten. Es regnete sehr häufig und kräftig und schliesslich kamen wir im Vierländer-Eck an der Donau an und beschlossen das Ja. Wechselten auf die Slowakische Seite der Donau und fanden eine Stelle. Spät aufgebaut ist halb gewonnen. Ein HighTech Bogenschütze verkürzte uns dramatisch die Abendzeit. Er schoß auf die Scheibe und wir warfen unsere Hippen in die Pappeln dass es eine Freude war.
Am nächsten Morgen war das Wetter gut und wir kamen auch los nachdem die Suzi in einem Anfall von Selbstüberschätzung lange getreten werden musste. Es ging in Nordöstliche Richtung von der Donau Weg über oft glitschige Felder und Wege. Endlich kamen wir an den Vah, jenen gewaltigen, schnellfliessenden Fluß der aus der Hohen Tatra kommend in die Donau fließt. An ihm konnten wir baden, hippen und fahren auf einem Quadweg. Auf diesem standen auch unsere Mofetten als wir habnackt nach dem Baden vergeblich versuchten eine anständige Serie in die Pappel zu trimmen. Es war eine Schmach die uns messermässig hier an unserem letzten Uraubstag zuteil wurde. Neben unseren Permaflüchen über abspringende Messer die mal wieder in den Nesseln oder gar im Fluß gelandet waren, überhörten wir zu lange das nahende Dröhnen. Unsere Karren standen mit auf dem schlecht einsehbaren Weg und ehe wir sie aus der Schußlinie nehmen konnten ware die beiden Gelben Kracher auch schon ran und wir sprangen winkend herum um das Schlimmste zu verhindern. Was werden die wohl gedacht haben? Auf den abgeernteten Flächensehen wir mehr Hasen als in allen anderen Sommern zuvor, massenhaft Fasane fliegen vor uns auf und lenken uns von den großen Wasserlöchern ab in die wir immer reinfahren. Die Traktion ist im Wasser besser als auf den Matschwegen, also nix wie rein da.
Wir fuhren den herrlichen Vah hinauf und an der Strömungsfähre die wir zur Überquerung nutzen sind selbst die dort spelenden Kinder und der Fährmann von dem Platzregen überrascht der uns während der kurzen Überfahrt auch noch oben rum naß macht. Denn wir haben Jacken und Kram im Auto gelassen, fahren  nur mit Brustpanzer & Co. Auf der anderen Seite stellen wir uns an Fährmanns Haus kurz unter und bemerken eher zufällig die Pegelstände die auf Bild 721 gut zu sehen sind.
Langsam wird es Abend und wir erleben noch eine Familie beim Angeln und gucken dort eine Weile zu. Schliesslich kommen wir an einer Slowakischen Dorfkneipe vorbei wo die Leute (Männer) Feierabend machten und tranken. Total verdreckt ordern wir und stoßen glücklich ob des wunderschönen Fahrens an. Das Vorderrad zu Gruß gehoben verabschieden wir uns und lassen dann am Volvo bei Feuer und frischem Mais vom Feld den Tag ausklingen. Längst sind die Karren auf dem Hänger und harren dem letzten Transit der da morgen kommt.
ENDE

631.jpg637.jpg643.jpg649.jpg655.jpg661.jpg667.jpg673.jpg679.jpg685.jpg691.jpg697.jpg702.jpg703.jpg709.jpg715.jpg721.jpg722.jpg723.jpg727.jpg733.jpg734.jpg739.jpg745.jpg