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21.07. Los gings bei herrlichem Wetter zum Texacomann, dort Tanks und zwei große Flaschen gefüllt und auch gleich zeitnah wieder verloren wie auch den Rest Öl welcher in der andern Flasche war. 150 ml gerettet und in die Suzi gekippt, Benzinflaschen eingesammelt und bei Opa vorbei und an den verdutzten Waldarbeitern (Slipper). An der Hippenstelle kippen wir jeweils
2 L Benzin rein und verschnaufen. Dann gehts den vertrauten, weil einzigen Weg auf die Alm. Viel dunstiger ist es heute und wir setzen unseren Plan um. Vorbeugend Stellen mit Kilometerstand, Zeit und Höhe festhalten. Bei eventuellem Wetterumschwung oder anderen Unbilden können wir so sicherer den Weg ins Tal finden. Ausserdem wollen wir natürlich nicht den gleichen Weg zurück, wollen uns weiter in die Berge wagen um einen Kreis zu ziehen. Wir passieren die Melonenstelle und fahren eine Bergkette (alle um die 2400m) um im Norden dann nach ca. 40 Km, dem Weg mit dem blauen Dreieck folgend, wieder ins Tal zu gelangen. Besagter Weg ist sogar immer noch da als die Suzi plötzlich ausgeht. Ich gucke Vergaser und finden Dreck bei 2100m. Dann fährt sie wieder. Wir müssen jetzt auf dem Weg nach Norden einige Gipfel überqueren. Der Weg ist schon weg, hier muß ziemlich getrailt werden. Ich versuche eine Art Serpentine zwischen Bülten und Löchern am Steilhang und eh ich zurück zu der garstigsten Stelle laufen kann kippt er dort bergab und ab ist auch der neue Kupplungshebel. Der andere liegt natürlich in der Pension- bekackt!
Ich erkunde noch etwas weiter aber der Weg kommt nicht zurück. Immerhin lasse ich es mir nicht nehmen den ersten 2400'er zu erklimmen (542), aber kein Weg ist hier mehr. Wir zücken Plan B und Thömi fährt erstmal seine TT ohne Kupplung aus dem Trailgebiet raus. Das nötigt mir Respekt ab. Endlich wieder auf Wegen können wir ziemlich gut noch zwei in benachbarte Täler testen, aber sie enden jeweils an Steilhängen die man schon runter käme aber im Falle eines Falles nicht wieder hoch (schon gar nicht ohne Kupplung) und wir setzen die Freigabe für Plan C.
An der schönen Hippenstelle treffen wir keinen Baum mehr und ich habe Probleme mit den Ohren, kriege keinen Druckausgleich hin und fühle mich bekackt. Dann fällt uns ein das Mutti mit dem Essen auf uns wartet und das spornt uns zum Fahren an. Kaum wieder auf festen Straßen fängt die Suzi wieder an zu spinnen, bringt mich aber bis zum Texacomann. Das Gefummel an meinen Ohren und meinem Riechrüssel deutet er wortlos als Verschleiß am Druckbehälter und drückt mir vielsagend eine Packung Ibuhexal aufs Auge, wovon ich mir an Ort und Stelle eine reinpfeife.
Kurz vor dem Ziel geht die Suzi gar nicht mehr an (als wenn sie keinen Sprit bekäme) nachdem wir am Sklep noch Genußmittel erwarben. Eben noch gefreut an der Leberkäseschiefschneiderin (haben wohl auch was zu Essen gekauft), die heute ohne Kittel aber im engen T-Shirt punkten konnte, und schon die größte Arschkarte gezogen. Schleppen geht ohne Kupplung ja auch nicht. Und so schieben wir bis zur Pension wo uns schon eine sorgende Herbergsmutti empfing mit Hühnersuppe und noch zwei weiteren Gängen. Wieder sitzen wir ganz allein mit ihr in der Gaststube. Sie sieht Fern, guckt ab und zu nach uns.
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