» 2 Fagaras Südseite Fahrtag1

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PROLOG: 16.07. Und basteln an Plan B... Denn wir haben zu viele unbekannte Größen. Da wir schon so viel Fisch in vorigen Urlauben gefangen haben fliegt die Angel raus und wenn wir schon mal dabei sind verschwinden auch noch Zelt, Iso und Schlafsäcke im geduldigen Volvo. Es soll die Pensionstour werden und Ina und Lars zeigen uns auf Karten verschiedene Zielgebiete, stellen Wetterprognosen über das Internet und sind überhaupt sehr um unser Wohl bemüht. Letztlich ignorieren wir die ganzen Ratschläge, einschliesslich Wetterbericht, und vermuten südl. des Fagaras besseres Wetter. So sehen wir uns bald im Transit über den Kamm in Gummijacke und Co.. Der Regen hängt wirklich in den Bergen fest und wir in den Wolken. Es ist kalt hier oben, nichts zu sehen und der Sprit verbeit.
(Nachtrag von Martin: Der Fuß des Gebirges liegt hier bei 600m, auch er war schon in dichtem Nebel versunken. Mein Höhenmesser verriet mir das wir also noch schlappe 1400 Höhenmeter auf einem rumänischen Kultpass bis zu Kamm vor uns hatten. Zum Glück gab es nur PKW hier und keine Busse o.ä.)
Tatächlich ist auf der südseite das Wetter besser und erstmals in diesem Urlaub kann eine Funsportart getätigt werden. Die Hippen stecken verhältnismässig gut, selbst SCHWEDEN 2 klappt schon hin und wieder auf dem Rastplatz zwischen unzähligem Müll. Leider haben wir kaum noch Benzin und keine Kartennavigation und suchen so wieder prompt 3 Sachen: Benzin, Landkarte und Pension in Benzinnähe.
Nach stundenlangem Gefahre auf der 7C bekomme wir schliesslich in Curtea de Arges Benzin und Karte und verpissen uns damit nach Corbi in eine Pension.
Wir stellten uns das alles viel einfacher vor aber vielleicht wird morgen Vieles gut.


17.07.

Nach lausigem Frühstück gehts los mit Wasser und Photo zum Sklep, Brot und Wuas ist unser Begehr. Wir fahren nach N am Raul Doamnei
entlang, lassen die Rösser im Fluß planschen und reduzieren die Luft auf 0,9. Wir starten bei 600m, vorbei an den Arbeitern in Slippern (schwarze Anzugschuhe) die mit schwerem Gerät einem Erdrutsch Beine machen (103-127) Nachdem Sie uns geholfen hatte die Karren durch zu bugsieren und mit Ihren Stahlpranken unsere Plastikteile unversehrt gelassen hatten warfen sie noch während wir uns anzogen die Raupe an und schieben in Windeseile das Desaster weg. Wir fahren keinen Km bis zur nächsten Katastrophe. (139-223)
Vor Opas Bauwagen hat es eine Brücke weggespühlt und nun sitzt er in der Sonne und wartet auf Hilfe. Kaum haben wir mit Hilfe eines Rumänen die TT durchgebracht da klappert schon die Raupe heran und blockiert für die nächsten Stunden die Stelle. Drei Mann assistieren dem Rauper und einer schleift seine Kettensäge. Hinter dem Haus steht ein moderner Holztruck um den es hier wohl geht. Den frei zu bekommen dürfte das vordringliche Ziel der Burschen sein. Gespannt sieht Opa zu wie der entladene Truck in die in höchster Eile geschobene Furt einfährt. Er fährt sich dann fest. Ein starker Traktor mit Winde zieht den Truck zurück vor Opas Hütte, Erneutes Raupen. Wir sitzen fest- TT drüben DR hüben.
Die Stimmung der Jungs erholt sich nach dem ersten Tiefschlag schnell. Fröhlich gestikulieren sie während der Truck erneut reinfährt bis er sich den Tank aufreißt an der schweine engen Stelle. Das Zeug läuft, die Party ist geplatzt und wir werden langsam unruhig. Bei nächster Gelegenheit schlängel ich mich auf der DR an der Raupe vorbei, noch ein Gruß und ab gehts.

Viele schöne Km auf diesen wilden Wegen mit haarigen Stellen meistern wir bis wir schliesslich an einem ungünstig veranstalteten Steinrutsch beidrehen müssen. Aber hast Du nicht diesen Abzweig gesehen? Wir haben jetzt doch schon alle probiert, dann darf der natürlich auch nicht fehlen. Der ist ein Treffer, und so gewinnen wir mächtig an Höhe und finden unseren ersehnten

Mittag und Hippenplatz in traumschöner Lage auf 1400 m (283-313).
Nach zwei Stunden kicken wir und geben richtig Stoff- ahnen wir schon die Alm. Bei 1600m öffnet sich der Wald und wir erblicken erste Gipfel mit Schneeresten. Ergötzen tut uns auch die Aussicht auf die Wege die man hin und wieder sich an den Hängen schlängeln sieht, scheinbar begrenzt uns hier nur Sprit und pennen. Hier gibts auch noch verlassene Berghütten und Scheunen.
Und da steht er der Hirte mit seiner kleinen Herde. (367-379) Blumen hat er am Hut, ein Bild wie er da so steht vor seinen Bergen. Gegerbt das Gesicht und freundlich. In 10 Minuten erzählt er uns alles Wichtige über seine Arbeit und schenkt uns dann die Blumen von seinem Hut mit den Worten "Ein Geschenk des Berges Munti Dinsdabums" Wir fahren noch auf den Gipfel, bei 2260 schlagen wir an. Wir beschliessen den gleichen Weg auch wieder zurück zu fahren denn es ist um fünf und der TT- Tank hat wenig Reserven um auf eine gewagte Route zu setzen.
Ja nach 40 Km downhill versenkt er fast noch seine Karre in einer Forellenstelle und wir sehen einen Schwarzstorch lange neben uns her fliegen in dem ausgedehnten Tahl des Raul Doamnei. Es war ein Traumtag, wir fassen kaum unser Glück.
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