VierundDreißigL


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Das Erbe des Doktors

Nachdem ich 1991 vom DR600 die Nase voll hatte (ich investierte einige tausend Mark in Nockenwellen und Kipphebel) konnte ich den Schrotthaufen im „MotoRat Laden“ Potsdam in eine vergurkte XT 600 wandeln. Der Wertausgleich belief sich auf DM 1500. Erhalten habe ich ein verdrecktes Ding mit zusammen gestümperten Peripheriegeräten. Ein Tank wie auch die Sitzbank der Schwester 43F zierte die leichte Tenere.

In Greifswald lernte ich sie kennen als ich Zwecks eines Gelages die Restauration "Amberland" aufsuchte. Der Fahrer verriet mir nicht viel über sein Motorrad, er fuhr damit nur ständig mit 120 von Potsdam nach Greifswald (ich weiß bis heute nicht warum). Dennoch gehörte sie nicht wirklich ihm, aber dem „Laden“. Das war mir unverständlich. Nachdem ich mit dem Doktor noch auf veröltem Hinterrad nach Berlin umgezogen war und meine Habe (CD-Player und CD’s) in der neuen Wohnung geparkt hatte, fuhr ich erstmal nach Potsdam-kaufte mein Traummotorrad.
Von nun an fuhren wir durch Dick und Dünn. Es gab lange Touren nach Schweden, Polen, Frankreich, Spanien, Korsika.


Technisches/ Statistisches


Baujahr 1983, Typ 34L
30000 km auf dem Tacho bei Kauf
90000 km auf dem Tacho bei Verkauf
4500 L Benzin verbraucht (bei ca. 5L/100 km)
3,5L/ 100 km niedrigster Verbrauch in Schweden

Umbauten

- Stahlgestell unter Lampenmaske entfernt- Lampenmaske direkt am Steuerkopf/ Gabel mit Ziehbändern befestigt
- leichte Blinker (Götz, POLO)
- gezahnte Fussrasten (Götz)
- entfernen der Lufthutzen
- Metallüberfluss am Rahmen abgeschnitten
- Bohrungen zur Gewichtsreduzierung
- 15'er Gabelöl
- vollsynthetisches Motoröl
- Öltank entfernt und durch TT- Öltank ersetzt
- Batterie durch Kondensator ersetzt
- original Auspuf durch Italo Leichtbau aus ALU ersetzt

Ergebnisse


- Gewichtsreduzierung um ca. 7- 8 kg
- Verbesserung des Schwerpunktes (Öl nach vorne, etc.) ---> Verbesserung des Driftverhaltens
- Allgemein funktionaler und optisch schmaler

Einsatzzweck


- Hobbyendurismus ohne Wettbewerbe mit besonderer Vorliebe für knifflige Situationen
- Alltagsfahrzeug Winter und Sommer
- Reise oft mit Sozius und viel Gepäck